Architektin

Regula Lüscher, "Die Stadtmacherin", ist ehemalige Senatsbaudirektorin und
Staatssekretärin für Stadtentwicklung, Berlin. Seit ihrer Rückkehr in die Schweiz schöpft sie ihre Referatsthemen aus ihrem reichen Erfahrungsschatz: Nachhaltigkeit, Diversität, Akzeptanz von Veränderungen im öffentlichen Raum, Regulierung, Politische Governance, Kulturbauten, Prozessdesign, Frauen in der Architektur

Die Baslerin Regula Lüscher hat ihr Architekturstudium an der ETH Zürich abgeschlossen und war kurz darauf in Wien tätig. 1989 gründete Sie zusammen mit einem Partner das Architekturbüros Gmür Lüscher Gmür in Zürich. Parallel dazu unterrichtete Sie an der ETHZ und der ZHAW. Anschliessend vollzog sie einen Seitenwechsel und wurde 1998 - 2007 Stellv. Direktorin im Amt für Städtebau, Zürich.

Geradezu revolutionär war die Wahl der Schweizerin zur Senatsbaudirektorin/Staatssekretärin für Stadtentwicklung in Berlin im Jahre 2007. Dieses Amt übte Sie 14 Jahre lang bis 2021 aus. Regula Lüscher war politisch und fachlich verantwortlich für Stadtplanung, Städtebau und Architektur, Öffentlicher Hochbau, Baukultur, Denkmalschutz, Regionalentwicklung, strategische Stadtentwicklung und hatte die Personalverantwortung für bis zu 1700 Mitarbeitende.

Daneben ist Regula Lüscher seit 2012 Honorarprofessorin an der Universität der Künste Berlin, publizierte und stellte aus zu Themen wie Prozessualer Städtebau, Kooperative Stadtplanung, Zwischennutzungen, Bürgerbeteiligung, Dialogkultur, Stadtbildbeiräte, Kulturbauten und Holzbau. Seit ihrer Rückkehr in die Schweiz betreibt sie als Expertin für Architektur, Stadtplanung, Management und Frauenförderung das eigene Büro www.stadtmacherin.ch. Sie ist vorwiegend beratend tätig, juriert international und ist Mitglied der Stadtbildkommission Basel. Ihr zweites Standbein ist die Malerei.

Aufgrund ihrer reichen Erfahrung referiert sie lebendig und praxisorientiert zu Themen wie nachhaltige Stadtentwicklung in der gesamten Dienstleistungskette, von der politischen Strategie über den Entwurfs- bis zum Bauprozess. Genauso versiert fasst Sie komplexe Zusammenhänge und Gesagtes zusammen, zieht Schlüsse und kommentiert Fachpodien. Durch ihre langjährige Tätigkeit sowohl an der Spitze der Stadtplanung in der grössten Schweizer Stadt als auch über 14 Jahre in fachlicher und politischer Verantwortung in der Hauptstadt Berlin bringt sie eine einmalige internationale Erfahrung der Metropolenentwicklung mit. Durch ihre Arbeit in Berlin, Wien und Zürich kann sie Parallelen ziehen zwischen verschiedenen Städten und die unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Systeme vergleichen und erklären.

Referatsthemen (nicht abschliessend):

  • Wie kann Wachstum (oder Schrumpfung) nachhaltig, sozial, gemeinwohlorientiert und qualitativ gesteuert werden?
  • Chancen und Risiken des Hochhauses im Rahmen der Verdichtung
  • Professionelle Beteiligungskultur, Akzeptanz von Veränderungen im öffentlichen Raum
  • Regulierung und Flexibilität, Stadtplanung als Prozess, Baukultur, Dialogkultur und Diversität als Faktor nachhaltiger Stadtentwicklung
  • Management und Frauenförderung in Verwaltung, Architektur und Stadtplanung, Baukultur, Verdichtung
  • Politische Governance.